Entschleunigung ist eine der wichtigsten Methoden, um Stress zu vermeiden. Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter diesem Verhalten, dass darauf abzielt, das Leben langsamer zu machen?
Das Leben in diesen modernen Zeiten ist schnell geworden und oft fühlen wir uns so, wie bei einem ständigen Überholmanöver.
Zahlreiche Dinge wirken – oftmals gleichzeitig – auf uns ein und verlangen nach zeitnahen Lösungen (das oft erwähnte Multitasking-Problem).
Die Folge: statt unserem Körper und unserem Geist die wohlverdiente Ruhe und Entspannung zu gönnen, beschleunigen wir unser Leben.
Die Konsequenzen dieser permanenten Rastlosigkeiten sind enorm und führen bei vielen Menschen zu Stress. Das kann sich zum Beispiel in Schlafstörungen, einer gereizten Stimmung, einer Niedergeschlagenheit oder einem Gefühl der Überforderung äußern. In ganz schlimmen Fällen kann es sogar zu einem Burnout oder einer Depression kommen.
Doch es gibt einen Ausweg aus diesem sich immer schneller drehenden Hamsterrad: langsamer werden – im Fachjargon auch als Entschleunigung bekannt.
Mit diesen einfachen 6 Tipps verrate ich Dir, wie Du Dich selbst entschleunigen kannst und Deinem Leben so mehr Langsamkeit schenkst.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Entschleunigung?
Tipp 1: Gib Multitasking keine Chance
Tipp 2: Verabschiede Dich von der ständigen Erreichbarkeit
Tipp 3: Entschleunigung durch Meditation
Tipp 4: Einfach mal Nein sagen
Tipp 5: Entschleunigung durch Yoga
Tipp 6: Rezitiere ein Mantra
Was ist Entschleunigung?
Der Begriff Entschleunigung beschreibt eine Verlangsamung des Lebens. Ziel der Entschleunigung ist es, der stetig wachsenden Beschleunigung im privaten und beruflichen Alltag entgegenzuwirken. Mit Hilfe von verschiedenen Strategien soll dies realisiert werden.
Erfolgreich angewendet können bestimmte Techniken der Entschleunigung wie z.B. Yoga, Mediation, Achtsamkeit, Konzentration auf das Wesentliche, Nein sagen oder Digital Detox zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führen.
Druck, Stress, Hetze und Hektik sind nun nicht mehr die dominierenden Elemente. Stattdessen profitieren Körper und Geist von weniger Tempo. Je mehr Langsamkeit und eine gewisse Einfachheit einkehrt, um so intensiver sind die Phasen der Entspannung und Ruhe. Und dies hat wiederum äußerst positive Effekte auf das allgemeine Wohlbefinden.
Am Ende führt die Entschleunigung und der bewusste Verzicht auf bestimmte Aktivitäten zu einem Mehr an Zeit, die Du gewinnbringend für Dich, Deine Familie, Deine Kinder, Deine Freunde oder für Sachen nutzen kannst, die Dir Spaß und Freude bereiten.
Tipp 1: Gib Multitasking keine Chance
Multitasking gehört zu DEN Stressfaktoren und sollte daher bei Deiner Strategie zur Entschleunigung Deines Alltags eine große Rolle spielen. Beim Lesen einer E-Mail gleichzeitig ein Telefonat annehmen und die Video-Konferenz in einem der geöffneten Bildschirmfenster am Rande verfolgen. Parallel einen Energieriegel verzehren, der Dir den notwendigen Schub für die Präsentation geben soll, die Du gerade noch bearbeitest und in Kürze halten sollst. Und wenn das noch nicht genug ist, wirft Dir ein Mitarbeiter eine Frage über den Tisch und verlangt ein offenes Ohr von Dir.
So ähnlich spielt sich die reale Arbeitswelt bei vielen von uns ab. Gib diesem Multitasking-Wahnsinn nicht länger eine Chance. Denn eines ist klar und wurde mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen: diese Art der Arbeit ist nicht wirklich effizient. Ganz im Gegenteil. Es schleichen sich nicht nur Fehler ein. Entschleunige Dich also: unterbreche für einen Moment Deine Aktivitäten und konzentriere Dich auf Deine Atmung. Das entspannt Dich mit der Zeit und Du kannst Dich im Anschluss wieder Deinen Aufgaben zuwenden – aber bitte nacheinander.