Wie ist die Wirkung der Metta-Meditation?
Durch die Metta-Meditation sollen sich depressive Einflüsse verflüchtigen und die Achtsamkeit – insbesondere im Umgang mit sich selbst – rückt verstärkt in den Fokus. Hierdurch kann sich die eigene Zufriedenheit im Leben steigern lassen, sodass infolgedessen auch körperliche Beschwerden reduziert werden können. Das soziale Zusammengehörigkeitsgefühl wird gestärkt und gegenüber unbekannten Personen lässt sich die persönliche Einstellung zum Positiven wenden. Hierzu gehört es auch, Menschen, die uns zunächst unsympathisch erscheinen, ohne Vorverurteilung entgegenzutreten und sie genauso anzunehmen, wie sie sind. Dadurch lassen sich die Negativ-Emotionen gegenüber diesen Personen neutralisieren und der eigene Seelenzustand optimieren.
Die 5 Phasen der Metta Meditation – eine Anleitung
1. Phase: allumfassende Selbstliebe
Diese Phase gilt als die wichtigste der Metta Meditation und dreht sich um die Akzeptanz des eigenen Ichs. Es gilt, die eigenen Stärken, aber auch Schwächen anzuerkennen, sodass Gleiches auch im Umgang mit anderen Menschen möglich ist. Während der Meditation werden die 4 klassischen Metta Sätze – gern auch in variierter Form – aufgesagt. Dabei gilt das Motto: „der Weg ist das Ziel“, weshalb die Sätze mit der Wendung „möge ich“ beginnen.
2. Phase: allumfassende Liebe für einen Menschen, der Dir nahesteht
Die Metta-Sätze werden in abgewandelter Form an den Dir nahestehenden Menschen gerichtet, verkörpern Sympathie und drücken Deine Zuneigung aus. Bei den nahestehenden Menschen kann es sich unter anderem um den eigenen Partner, aber auch um die Eltern oder einen guten Freund handeln.
3. Phase: allumfassende Liebe für einen neutralen Menschen
Den Menschen, den Du in dieser Phase ansprichst, magst Du nicht über das übliche Maß hinaus, lehnst ihn aber auch nicht ab. Diesem Menschen lässt Du Deine Güte und Herzenswärme ebenfalls zukommen.
4. Phase: allumfassende Liebe für einen Menschen, gegen den Du eine Abneigung hast
In dieser herausfordernden Phase geht es um Vergebung mit dem Ziel, den persönlichen Groll gegenüber diesem Menschen zu verbannen. Hierbei ist es hilfreich, das Verhalten des Menschen von dessen Person gedanklich zu lösen. Verzeihe dieser Person mit Deinen guten Wünschen.
5. Phase: allumfassende Liebe für jedes Lebewesen
Ob Mensch, Tier oder Pflanze: Es geht darum, jedem Individuum das Beste zu wünschen und sich selbst lediglich als einzelnes Element im Universum zu sehen. Den Abschluss der Meditation bilden das Ein- und Ausatmen sowie das Dehnen Deines gesamten Körpers. Das Bewegen Deiner Finger und Zehen holt Dich zurück ins Hier und Jetzt.
Die 4 klassischen Metta Sätze
Die Metta-Meditation basiert auf folgenden 4 klassischen Metta-Sätzen:
I. Möge ich glücklich sein.
II. Möge ich mich geborgen und sicher fühlen.
III. Möge ich gesund sein.
IV. Möge ich ohne Beschwernisse leben.
Die Vorteile der Metta-Meditation
Mit der Metta-Meditation lässt sich Dein persönliches Wohlbefinden steigern und Du kannst den Stress des Alltags optimaler abbauen. Dir fällt es bei regelmäßiger Ausübung leichter, anderen zu vergeben, Du verbesserst Deine Selbstakzeptanz und stellst zu anderen Menschen leichter eine Verbindung her.
Für wen eignet sich die Metta Meditation?
Die Metta Meditation spricht insbesondere Menschen an, die häufig Stress ausgesetzt sind. Wenn Du beruflich oder privat unter Dauerstrom stehst, kann Dein seelisches und körperliches Gleichgewicht aus den Fugen geraten. Die Metta Meditation trägt dazu bei, die seelische und körperliche Balance in Deinem Leben wiederherzustellen. Probiere es einfach aus. Es gibt im Internet zahlreiche Anleitungen, Audio Guides und Apps, die Dir dabei helfen, die liebende Güte zu bekommen.
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